BIOGRAFIE

Nora Mansmann

Nora Mansmann wurde 1980 in Friedberg/Ts. geboren und ist in Marburg und Kassel aufgewachsen. Studium der Geschichte, Musikwissenschaft und Germanistik in Göttingen und Berlin. Hospitanzen und Assistenzen u.a. bei Jürgen Gosch, Armin Petras, Ingo Berk sowie bei German Theater Abroad (unter anderem 2004 beim Festival New German Voices in New York).

Seit 2004 eigene Theaterarbeiten, zuletzt die Uraufführung von Liebe, diesseits, jenseits, eine Produktion des Theater Kiel in der Kunsthalle zu Kiel. Auch für das Stadttheater Bremerhaven hat Nora Mansmann 2011 eine Produktion in einem Museum inszeniert: Franz Kafkas Amerika in einer eigenen Theaterfassung für das Deutsche Auswandererhaus Bremerhaven. Eine langjährige Arbeitsbeziehung verbindet sie mit dem Theater Aachen, wo sie bereits dreimal inszenierte: Heinrich von Kleists Michael Kohlhaas in einer Fassung von Franziska Steiof, Clyde und Bonnie von Holger Schober, sowie Jugend ohne Gott nach Ödön von Horváth in einer eigenen Theaterfassung. Frühere Arbeiten am Theater Bonn, Düsseldorfer Schauspielhaus, für Drama Köln und in der freien Szene in Berlin. Die 2008 gemeinsam mit der Dramaturgin Natalie Driemeyer erarbeitete Inszenierung heimatabend. Eine EUkrainische Identitätssuche, eine Kooproduktion mit Theater Bonn und dem Deutschen Nationaltheater Weimar, wurde als Gastspiel am Les Kurbas Theater L’viv/Ukraine sowie am Heimathafen in Berlin gezeigt. Daneben weitere internationale Projekte und Kooperationen.

Seit 2005 wird Nora Mansmann vom Verlag der Autoren vertreten, Aufführungen ihrer Texte u.a. am Maxim Gorki Theater Berlin, den Münchner Kammerspielen, am Düsseldorfer Schauspielhaus, Theater Bonn, sowie beim Napoli Teatro Festival. Bisher entstanden drei abendfüllende Stücke: TERRORMUM, herr tod lädt nicht ein aber wir kommen trotzdem und zwei brüder drei augen – Siegerstück des ersten Autorenlabors am Düsseldorfer Schauspielhaus. Für das Autorenprojekt Reality Check, eine Kooperation des Düsseldorfer Schauspielhauses mit dem Habimah Theater in Tel Aviv/Israel, schrieb sie das Kurzstück meeting people, in beiden Ländern uraufgeführt in der Spielzeit 2010/11. Daneben Projektarbeiten, Kurzstücke, das Hörspiel Naked Yage, journalistische Arbeiten, Schreib- und Theaterwerkstätten, sowie zahlreiche internationale Projekte und Stipendien. Ihre letzte größere Arbeit als Autorin, das Uraufführungsprojekt Goldherz mit der Regisseurin Mareike Mikat, ist ab März wieder im Spielplan des Staatstheater Braunschweig. Derzeit arbeitet Nora Mansmann an mehreren neuen Texten.