wir wütenden

Theaterstück von Nora Mansmann

Neuinszenierung am Theater im Lendbräukeller, Schwaz/Österreich, Juni 2017.

„Meine Mutter hat mein iPhone als Aschenbecher benutzt. Und sie nennt Milch jetzt weißes Wasser“. Das erzählte der Theaterregisseur Oliver Krietsch-Matzura vor gut zwei Jahren von seiner an Demenz erkrankten Mutter. Komisch bis tragisch waren diese Berichte von jemandem, der die Dinge nicht mehr so benennen kann, wie sie gemeinhin bezeichnet werden und entsprechend fremd in der Welt agiert.


 
Oliver Krietsch-Matzura bat Nora Mansmann – die Gewinnerin des Autorenwettbewerbs der Temporären Theatralen Zone 2005 – ein Stück über Demenz zu schreiben. Nora Mansmann macht die Mutter zum Vater. Die Fiktion beginnt: Die Wirklichkeit franst aus. Aber „das hirn arbeitet weiter und denkt und denkt und denkt und kommt nicht an kommt nirgendwo mehr an“.

Inmitten der Möbel und der privaten Familienfotos an den Wänden einer ihm unbekannten Wohnung ist der Zuschauer der Uraufführungsinszenierung mit den Alltagsabläufen einer Familie konfrontiert, die die Erkrankung des Vaters gemeinsam erlebt und dadurch gezwungen wird, sich ganz neu aufeinander einzustellen.

 
Drama Köln / Festival „Wer ist denn schon bei sich zu Hause“, August 2012.

Nominiert für den Kölner Theaterpreis 2012.

Lesung am Theater Basel im Rahmen des Festivals Art Affects, Februar 2014.

Neuinszenierung am Theater im Lendbräukeller, Schwaz/Österreich, Juni 2017.